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EINWEIHUNG DER VILLA QUANDT IN POTSDAM

 

Am 23. September um 14 Uhr eröffnete die Kulturministerin Johanna Wanka mit einem Grußwort die Villa Quandt.

 

Die Villa Quandt am Pfingstberg zählt zu den frühen Potsdamer Villen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie wurde dem Prinzen Oskar von Preußen, Sohn des Kaisers Wilhelm II, 1926 im Zuge der Vermögensauseinandersetzungen zwischen dem preußischen Staat und dem Haus Hohenzollern zur Nutzung auf Lebenszeit zugesprochen. 1930/31 ließ der Prinz das Gebäude um die beiden markanten Seitenflügel erweitern.

 

Nach 1945 belegten die sowjetische Armee und der KGB die Villa, die zunächst als Verwaltungsgebäude für das Militärgericht diente, bis das Haus wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste. Einzig die Sauna mit Tauchbecken im Kellergeschoss blieb noch bis 1993 für Offiziere in Funktion.

 

Der Allgemeinzustand des Gebäudes ist durch diese Nutzung und den anschließenden Leerstand ruinös. Originale Bauteile sind nicht mehr vollständig erhalten.

 

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) kann mit Mitteln der Bundesregierung, der Länder Brandenburg und Berlin und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie mit der Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung, Hamburg, die am Hang des Pfingstbergs in Potsdam gelegene Villa Quandt sanieren. Insgesamt werden 3,2 Millionen Euro investiert.

Seit September 2007 wird die Villa Quandt vom Theodor-Fontane-Archiv, dem Brandenburgischen Literaturbüro und der SPSG genutzt.