Dezember 2007
STADTVERORDNETE STIMMEN FÜR BROCKESCHES HAUS
Die Stadtverordnetenversammlung vom 5.12.2007 ist mit großer Mehrheit den Voten des Kulturausschusses und des Finanzausschusses gefolgt und hat für das Brockesche Haus als künftigen Museumssitz gestimmt.
Demnach soll das Potsdam-Museum zum nächstmöglichen Zeitpunkt in das Denkmal am Potsdamer Stadtkanal ziehen, dazu sollen unverzüglich Vertrags-Verhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie, Lorenz Bruckner aufgenommen werden. Bruckner möchte das Haus sanieren und der Stadt Potsdam als Museum langfristig vermieten. Über den ausverhandelten Mietvertrag soll in der Februar-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung entschieden werden.
Damit hat sich die Mehrheit der Stadtverordneten gegen die Vorlage des Oberbürgermeisters ausgesprochen, das Potsdam-Museum in das Alte Rathaus ziehen zu lassen.
"Wir freuen uns, dass die meisten Stadtverordneten dem Votum der Ausschüsse gefolgt sind", so der Kommentar des Vorsitzenden des Fördervereins des Potsdam-Museums, Markus Wicke. "Wir verbinden unsere Freude gleichzeitig mit der Hoffnung, dass die Verwaltung nun zügig die Vertragsverhandlungen aufnimmt und ihre zum großen Teil nicht nachvollziehbare, ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt endlich aufgibt. Der Förderverein wird sich seinerseits nicht zurücklehnen, sondern die Landeshauptstadt Potsdam darin unterstützen, Drittmittel und Spenden für Restaurierungen der Objekte für die künftige ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte im neuen Potsdam-Museum einzuwerben.", so Wicke weiter.
VERANSTALTUNGSHINWEIS:
"Brockes, Gontard und Skulpturen" am 09.01.2008 / 18 Uhr im Schloßtheater im Neuen Palais
Das von C. v. Gontard erbaute „Brock'sche Haus" am Potsdamer Stadtkanal, welches als neuer Standort des Potsdam-Museums ins öffentliche Interesse gerückt ist, gehörte dem Glasschleifer Johann Christoph Brockes, der viele der Kronleuchter für Friedrich II. fertigte.
Dr. Käthe Klappenbach, SPSG, berichtet über sein Leben und seine Produkte für den Hof, Thomas Sander , Verein ArchitraV e.V., referiert über den Architekten Carl von Gontard und die Bau- und Nutzungsgeschichte des Brockschen Hauses und Saskia Hüneke, SPSG, erläutert am Beispiel dieses Hauses den Skulpturenschmuck an friderizianischen Bürgerhäusern.
Im Anschluss an die Kurzvorträge (ca. 19.45 Uhr) besteht die Möglichkeit an einer kurzen Führung zu den Kronleuchtern im Neuen Palais oder zum Lapidarium unweit vom Neuen Palais teilzunehmen
Veranstalter: Verein ArchitraV e.V. (Thomas Sander) und Förderverein des Potsdam-Museums (Markus Wicke) und SPSG
Eintrittspreis mit Führung: 12 Euro/ ermäßigt 10 Euro
Eintrittspreis ohne Führung: 8 Euro/ ermäßigt 6 Euro
Anmeldung per E-Mail unter vorstand@fvpm.de oder unter:
www.potsdam-museum.de/4481/21642/index.html
Achtung, Bei der Anmeldung bitte angeben Name, Personenzahl, Führung ja oder nein